Mangold
Gemüse

Nährwert-Highlights

GekochtGehacktBlätterUngesalzen
Pro
(175g)
3,29gEiweiß
7,23gKohlenhydrate
0,14gFett
Energie
35 kcal
Ballaststoffe
13%3,67g
Vitamin K (Phyllochinon)
477%572,78μg
Vitamin A (RAE)
59%535,5μg
Magnesium
35%150,5mg
Vitamin C
35%31,5mg
Kupfer
31%0,29mg
Mangan
25%0,58mg
Vitamin E
22%3,31mg
Eisen
21%3,95mg

Mangold

Einführung

Der Mangold, in manchen Regionen auch als Beisskohl oder Römischer Kohl bekannt, ist ein wahrer Klassiker in der europäischen Gemüseküche. Diese zweijährige Pflanze zeichnet sich durch ihre großen, saftigen Blätter und oft farbenprächtigen Stiele aus, die von leuchtendem Gelb über kräftiges Rot bis hin zu reinem Weiß variieren können. Obwohl er botanisch eng mit der Zuckerrübe und der Roten Bete verwandt ist, wird er ausschließlich wegen seines Blattwerks und der fleischigen Blattstiele geschätzt.

Das Besondere am Mangold ist seine ausgeprägte Vielseitigkeit, die ihn zu einer festen Größe in vielen heimischen Gärten und auf Wochenmärkten macht. Während der junge Mangold als zarte Zutat in frischen Salaten überzeugt, entfaltet das voll ausgereifte Gemüse beim Kochen eine wunderbar aromatische Tiefe. Die Saison erstreckt sich in Deutschland von Frühjahr bis Spätherbst, wobei das Gemüse besonders in den warmen Monaten seine volle Pracht entfaltet.

Verwendung in der Küche

Beim Kochen bietet Mangold zwei Texturen in einer Pflanze: Die zarten Blätter garen sehr schnell und ähneln in ihrer Zubereitung dem Spinat, während die festen Blattstiele eine längere Garzeit benötigen und eine angenehm knackige Struktur bewahren. Ein bewährter Küchenkniff ist es, die Stiele fein zu würfeln und kurz vor den Blättern in die Pfanne zu geben, um einen gleichmäßigen Garpunkt zu erzielen.

Kulinarisch harmoniert Mangold hervorragend mit mediterranen Aromen wie Knoblauch, Olivenöl, Zitrone oder einem Hauch von Muskatnuss. Er ist eine ideale Begleitung zu Fischgerichten, passt aber ebenso wunderbar in eine vegetarische Quiche, als herzhafte Füllung für Strudel oder als würzige Beilage zu Pasta-Gerichten. In der traditionellen Küche wird er zudem oft gedünstet und mit einer leichten Rahmsauce verfeinert, was den erdigen Eigengeschmack des Gemüses perfekt unterstreicht.

Ernährung und Gesundheit

Mangold gilt als ein exzellenter Lieferant für Vitamin K, das eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Knochengesundheit spielt. Zudem ist das Blattgemüse reich an Vitamin A und Vitamin C, welche das Immunsystem unterstützen und die Zellen vor oxidativem Stress schützen können. Durch seinen beachtlichen Gehalt an Magnesium und Kalium trägt Mangold zudem effektiv zu einer normalen Muskelfunktion und einem ausgeglichenen Elektrolythaushalt bei.

Neben den essenziellen Vitaminen liefert Mangold wertvolle Ballaststoffe, die eine gesunde Verdauung fördern und für ein angenehmes Sättigungsgefühl sorgen. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, darunter verschiedene Antioxidantien, ergänzen das nährstoffreiche Profil und machen das Gemüse zu einer wertvollen Ergänzung für eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung. Seine Dichte an Mikronährstoffen bei gleichzeitig geringer Kalorienzahl macht ihn zu einem idealen Bestandteil für Figurbewusste.

Geschichte und Herkunft

Die Ursprünge des Mangolds lassen sich bis in den Mittelmeerraum zurückverfolgen, wo er bereits im antiken Griechenland und im Römischen Reich als geschätzte Nutzpflanze kultiviert wurde. Damals wie heute wurde er nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch aufgrund seiner robusten Art und der Anspruchslosigkeit im Anbau geschätzt. Schon in frühen Schriften wird er als gesundheitsförderndes Nahrungsmittel gelobt, das einen festen Platz in der bäuerlichen Selbstversorgung einnahm.

Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich der Mangold über ganz Europa und wurde zu einem festen Bestandteil der regionalen Esskultur. Erst mit der Züchtung der Zuckerrübe im 19. Jahrhundert verlor der Mangold in der breiten Landwirtschaft vorübergehend an Bedeutung, erlebte jedoch als kulinarische Delikatesse in der gehobenen sowie in der bodenständigen Hausmannskost eine dauerhafte Renaissance. Heute wird die Pflanze weltweit geschätzt und aufgrund ihrer dekorativen, farbigen Stiele sogar gelegentlich als ästhetisches Element in Ziergärten gepflanzt.